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Silbernes Ehrenzeichen des Landkreises Erlangen-Höchstadt für den aktiven Schlesier Joachim Lukas

Schlesische Landsmannschaft in Ebermannstadt

Überrascht von der Auszeichnung: (v. li.) Joachim Lukas, Eduard Nöth und Anneliese Woschke gratulieren dem geehrten Bürgermeister Franz Josef Kraus. Foto: Och
Überrascht von der Auszeichnung: (v. li.) Joachim Lukas, Eduard Nöth und Anneliese Woschke gratulieren dem geehrten Bürgermeister Franz Josef Kraus. Foto: Och

Die Überraschung stand Ebermannstadts Bürgermeister Franz Josef Kraus im Gesicht geschrieben: Bei der Weihnachtsfeier der „Schlesischen Landsmannschaft“ im Schwanenbräusaal steckte der Verbandsvorsitzende Joachim Lukas dem Stadtchef die „Goldene Ehrennadel“ des Bundesverbandes der Schlesier an.


 

Drei Jahre nach seinem Amtsantritt sei Bürgermeister Kraus dem Ortsverband der Schlesier schon beigetreten und unterstütze seit jetzt fast 20 Jahren deren Brauchtumsveranstaltungen, die Strickerinnen und Stickerinnen, indem er kostenlos Räume wie zuletzt im Seniorenheim „Bellini“ zur Verfügung stelle. „Sie haben erkannt, dass die Schlesier zuverlässige Bürger sind, ihre Hilfe hat den Schlesiern das Leben in Ebermannstadt leichter gemacht“, betonte Lukas.

 

Glückwünsche zum 60-jährigen Bestehen der Landsmannschaft Ebermannstadt sprach Eduard Nöth aus; dabei dankte er den Vertriebenen für den Anteil am Wiederaufbau des Landes. Vertreibung und Flucht seien in Europa seit 67 Jahren Vergangenheit, nicht aber in der Welt, verwies der CSU-Landtagsvertreter auf die derzeitige Situation in Syrien.

 

Die Glückwünsche des Stadtrats zu 60 Jahren Ortsverband überbrachte den fast 100 Anwesenden Bürgermeister Kraus (CSU). Kulturgut und Sprache seien erhalten geblieben – „die Stadt wäre ohne ihre Schlesier nicht das, was sie ist“, machte Kraus deutlich. Und: Es werde Gelegenheit geben, die schlesischen Traditionen bei Veranstaltungen weiter zu zeigen.

Dass eben das „Summern gehen“ schwieriger wird, wenn immer weniger Kinder aus den Reihen kommen, die „Häckerle-Essen und das „Kolendern“ dabei (reden in Mundart), Trachtendarbietungen oder Fahrten in die alte Heimat aus Altersgründen nicht mehr wie gewohnt gepflegt werden könnten, diese Sorgen hatte die Vorsitzende Anneliese Woschke in ihrem Rückblick auf die sechs Dekaden deutlich gemacht.

 

Aus einem ab 1947 losen Zusammenschluss hatten 1952 Robert Goldberg, Gustav Knillmann, Helene Lasrich und Frau Rosenberg die Landsmannschaft gegründet. Gewiss war sich die Amtsträgerin seit 1989 jedoch: „Wir Schlesier haben uns in Ebermannstadt integriert – auf uns Flüchtlinge oder Vertriebene wird nicht mehr herabgesehen – wir „Verbliebenen“ halten das kulturelle Erbe von Schlesien wach.“ Den Beweis trat die „Stubenmusik Stief“ mit Liedern aus der „alten“ Heimat an und alle sangen mit. Schließlich wurden noch langjährige Mitglieder geehrt.                                                         om

 

Sehr geehrter Herr Lukas,
von ganzem Herzen darf ich Ihnen im Namen des Bundes der Vertriebenen, Kreisverband Erlangen-Höchstadt, zur Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik durch Landrat Eberhard Irlinger gratulieren. Sie haben sich diese hohe Auszeichnung durch Ihren unermüdlichen Einsatz mehr als verdient. Auch wir, die Mitglieder des BdV-Vorstandes, betrachten Ihre intensive Arbeit für Schlesien und die schlesischen Landsmannschaft mit großer Hochachtung. Ihnen ist es zu verdanken, daß die schlesischen Landsmannschaften in Mittelfranken zu den stärksten Landsmannschaften in ganz Bayern zählen. Wir sind sehr stolz, Sie in unserem Vorstand zu haben und hoffen sehr – nicht zuletzt im eigenen Interesse - daß Sie noch viele Aufgaben für “Ihr” Schlesien durchführen können.
Mit freundlichem Gruß
Eike Haenel
Vorsitzender des Bundes der Vertriebenen,
Kreisverband Erlangen – Höchstadt

 

 

Verleihung des Schlesierkreuzes der

Landsmannschaft in Uttenreuth

 

Landesvorsitzender Christian Kuznik verlieh das Kreuz an Renate Zajaczkowska. Die Laudatio hielt Joachim Lukas.