Das war der "Tag der Heimat 2010" am 10.10.10 - 15:00 Uhr im Redoutensaal Erlangen - Fotos: Fränkischer Tag, Roland Meister
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Video von ERH-TV.de über den "Tag der Heimat 2010" und die Auftritte von Ina + Ihna. Bitte hier klicken:
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Erlanger Nachrichten
11.10.2010
Liebe zur Heimat als Motivation
Eike Haenel, Leiter des Ihna-Ensembles, hat das Bundesverdienstkreuz erhalten - 10.10.10
Mit einem ökumenischen Gottesdienst begann gestern der „Tag der Heimat“ des Bundes der Vertriebenen, der am Nachmittag mit einem ganz besonderen Höhepunkt aufwartete: Auf
Grund seines enormen, bereits seit fünf Jahrzehnten andauernden ehrenamtlichen Einsatzes durfte Eike Haenel das Bundesverdienstkreuz am Bande entgegennehmen, das ihm
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann überreichte. Für die Stadt gratulierte Oberbürgermeister Siegfried Balleis.
Haenel, der während seines Berufslebens zuletzt die Leitung des Erlanger Kultur- und Freizeitamtes inne hatte, besitzt starke kreative und organisatorische Fähigkeiten,
gekoppelt mit einem ausgeprägten Geschichtsbewusstsein. Geprägt ist er ebenso von einer engen Verbundenheit mit Pommern, der Heimat seiner Familie.
Tourneen in aller Welt
Schön früh hat er sich der Pflege von Musik, Tanz, Lied, Brauchtum und dem Erhalt der Trachten seiner ehemaligen Heimat verschrieben sowie viele Details der pommerschen
Kultur in mühsamer Kleinarbeit recherchiert. Schon 1957 begann er mit dem Aufbau verschiedener Folkloretanzgruppen. Seit 1967 ist er Leiter der Tanzdeel „Rega“, mit der er
große Erfolge feierte.
1971 gründete er die Tanz- und Speeldeel „Ihna“, die als eines der bekanntesten Folklore-Ensembles Deutschlands gilt und heute 150 Mitglieder sowie 80 Aktive zählt. Haenel
übernahm die künstlerische Leitung, führte „Ihna“ in die ganze Welt und trat mit der Gruppe mehrfach im Fernsehen auf.
Seit 1975 ist Eike Haenel auch für die deutsch-polnische Verständigung tätig. Im Auftrag der Stadt Erlangen besuchte er zur Vorbereitung der Polnischen Wochen die Stadt
Warschau. „Ihna“ unternahm als erste Folkloregruppe aus den Vertreibungsgebieten im Jahr 1977 eine Tournee durch Polen und Schlesien, der viele weitere Gastspiele
folgten.
Mit großem Zeitaufwand sammelte Haenel zudem Geschichten und Bräuche aus Pommern, die er als Mitautor in einem Buch der Europäischen Märchengesellschaft mit dem Titel
„Spiel, Tanz und Märchen“ 1995 veröffentlichte.
Im Jahr 2004 übernahm Haenel dann den Vorsitz des „Bundes der Vertriebenen“ im Kreis Erlangen-Höchstadt. In dieser Funktion plant er mit den Mitgliedsverbänden aus Stadt
und Landkreis verschiedene Veranstaltungen. Die größte dieser Art ist der alljährliche „Tag der Heimat“.
Für den Volkstrauertag bereitet er alljährlich eine eigene Gedenkfeier am Vertriebenendenkmal auf dem Neustädter Friedhof vor. Für sein umfassendes Engagement ist er unter
anderem mit dem Pommerschen Kulturpreis und dem Ostdeutschen Kulturpreis ausgezeichnet worden.
Wie auch Laudator Joachim Herrmann gestern betonte, habe Haenel durch sein außergewöhnliches Engagement einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung von unersetzlichem Kulturgut
geleistet. Ebenso habe Haenel dazu beigetragen, die deutsch-polnischen Beziehungen zu verbessern, die Völkerverständigung voranzubringen und das Ansehen der Bundesrepublik
Deutschland zu mehren.
Geprägt war der „Tag der Heimat“ zum einen von Haenels hoher Auszeichnung, zum anderen aber auch vom professionellen Können des „Ihna“-Ensembles und des polnischen
Tanzensembles „Ina“. Der Tag stand unter dem Motto „Durch Wahrheit zum Miteinander“.
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Pressespiegel
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Tag der Heimat
Bund der Vertriebenen
Kreisverband Erlangen-Höchstadt
Sonntag, 10.10.2010
11.00 Uhr Altstädter Kirche am Martin-Luther-Platz
Evangelischer Gottesdienst mit Pfarrer Hartmut Hillmer von der Altstädter Kirche unter Mitwirkung des polnischen Tanzensembles Ina aus Gollnow/Goleniow und der Tanz- und Speeldeel Ihna aus Erlangen in Tracht. Alle Besucher werden gebeten, soweit sie eine Tracht besitzen, den Gottesdienst ebenfalls in Tracht zu besuchen.
15.00 Uhr Redoutensaal Erlangen - Theaterplatz 1
Bunter Folklorenachmittag mit dem polnischen Tanzensemble „Ina“ und dem Tanz- und Folkloreensemble „Ihna“. Mit Schwung und Temperament, bunten Trachten und einem Schuss Akrobatik nehmen beide Ensembles das Publikum mit auf eine Reise durch das alte und das heutige Pommern und stellen ihre attraktiven, professionellen Programme vor. Der Redoutensaal ist bewirtschaftet. Es gibt Kaffee mit ostdeutschem Kuchen.
Gastredner: der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann
Eintritt frei.
Auf Wunsch werden Plätze reserviert. Meldung bitte an:
Eike Haenel, von-Hauck-Str. 12, 91074 Herzogenaurach
Telefon 09132/2439, Mobil 0151/12845584
info@haenel-ferienwohnungen-usedom.de
Konzeption
Ina trifft Ihna
Die Versöhnungsbemühungen des Bundes der Vertriebenen, Kreisverband Erlangen-Höchstadt, am Beispiel eines polnischen und eines deutschen Tanzensembles.
Beide tragen den Namen des gleichen Flusses. Früher lag er in Deutschland und heute liegt er in Polen. Und beide tragen den Namen mit Berechtigung. Die „Ihna“ mit h betrachtet das Leben an der Ihna bis 1945 und die „Ina“ ohne h von 1945 bis zum heutigen Tag. Beide Tanzgruppen sind Freunde. Schon seit der Geburt der Ina ohne h im Jahre 1993. Die Vergangenheit haben sie als Freunde aufgearbeitet. Die Leute der Ihna mit h nennen die Stadt, aus der die Ina ohne h kommt, Gollnow und wissen, dass sie heute in Polen liegt und Goleniow heißt. Die Leute der Ina ohne h haben nichts dagegen, denn sie hieß bis 1945 ja wirklich Gollnow. Und so gibt es – nach dem Motto des diesjährigen Tages der Heimat
Durch Wahrheit zum Miteinander
- zwischen beiden Tanzgruppen keine Unterschiede bis auf ein kleines, unbedeutendes h.
Die Rede ist von dem polnischen Tanzensemble Zespól Piesni i Tanca Ziemi Goleniowskiej „Ina“ aus Gollnow und dem pommerschen Tanz- und Folkloreensemble „Ihna“, plattdeutsch Danz- und Speeldeel „Ihna“, aus Erlangen. Sie werden gemeinsam den „Tag der Heimat“ am Sonntag, dem 10.10.2010, 15:00 Uhr, im Redoutensaal Erlangen, Theaterplatz 1 in 91054 Erlangen gestalten. Mit Schwung und Temperament, bunten Trachten und einem Schuss Akrobatik nehmen beide Ensembles das Publikum mit auf die Reise in das alte und das neue Pommern und stellen ihre attraktiven, professionellen Folkloreprogramme vor.
Es wird aber auch davon die Rede sein, warum Müllermeister Rudolf Zugehör aus Uttenreuth in Schlesien, im polnischen Wassermühle Ransen bei Steinau an der Oder, die Glocken läuten darf und warum der beste Freund des Vorsitzenden des Bundes der Vertriebenen Erlangen-Höchstadt ein Pole ist, der in Stettin, Pommerns ehemaliger Hauptstadt, lebt.
Am Vormittag findet in der Neustädter Kirche ein gemeinsamer evangelischer Gottesdienst mit Pfarrer Hartmut Hillmer statt, an dem die Tanzgruppen in Tracht teilnehmen. Alle Besucher werden gebeten, soweit sie eine Tracht besitzen, den Gottesdienst ebenfalls in Tracht zu besuchen.
Eike Haenel
Vorsitzender des Bundes der Vertriebenen, Kreisverband Erlangen-Höchstadt
+
Künstlerischer Leiter
des Tanz- und Folkloreensembles "Ihna"
Bund der Vertriebenen
Kreisverband Erlangen-Höchstadt
